Mückenstiche behandeln – Was hilft wirklich gegen Mückenstiche?


Der Sommer könnte so schön sein. Man genießt die Sonne und erfreut sich an der Natur. Alles blüht und sprießt, das Leben fühlt sich deutlich leichter und angenehmer an. Sicher, nachts wird es mitunter sehr schwül. An Schlaf ist da kaum zu denken. Aber dann öffnet man einfach das Fenster im Schlafzimmer und lässt eine kühle Brise in den Raum wehen.

Wie gesagt: Der Sommer könnte so schön sein, wenn – ja wenn es da nicht diese Mücken und Mosquitos gäbe…

Mücken und die damit zwangsläufig einhergehenden Mückenstiche können einem den Sommer vermiesen. Es scheint, als ob man den Biestern hilflos ausgeliefert ist. Sie kennen das wahrscheinlich auch. Vor allem nachts können einen die Viecher regelrecht in den Wahnsinn treiben. Zwar sind Mückenstiche in der Regel vollkommen harmlos. Das unangenehme Jucken, das sie verursachen, nervt dann aber doch gewaltig.

Logisch, wer will sich schon dauernd kratzen müssen!?

Oder noch schlimmer: Wer will schon dauernd den Impuls, sich kratzen zu wollen, unterdrücken!? Da drängt sich ganz einfach die Frage auf, was man denn bei Mückenstichen tun kann. Helfen Hausmittel? Wenn ja: Welche Hausmittel helfen gegen Mückenstiche? Wenn nein: Gibt es überhaupt ein wirkliches effektives Mittel dagegen, eines, das tatsächlich hilft? Warum soll man Mückenstiche nicht kratzen? Sind manche Mückenstiche gefährlich? Ab wann zum Arzt damit? Und warum jucken Mückenstiche überhaupt so?Kurzum: Wie lassen sich Mückenstiche behandeln? Fragen wie diesen wollen wir hier für Sie einmal näher auf den Grund gehen:

Warum jucken Mückenstiche eigentlich so?

Auch wenn es uns Menschen nicht gefällt, können wir es den Mücken im Grunde nicht übel nehmen, dass sie uns stechen. Es liegt ganz einfach in ihrer Natur. Sie tun das, um an unser Blut zu kommen – oder an das von praktisch jedem anderen Säugetier. Es sind dabei übrigens nur die Weibchen, die uns quälen. Sie brauchen das Blut als Nahrung, um die für ihre Fortpflanzung unbedingt notwendigen Eier entwickeln zu können. Wenn uns eine Mücke sticht, hängt das also immer mit der Erhaltung der eigenen Art zusammen.

Um zu verstehen, warum ein Mückenstich denn nun eigentlich so juckt, muss man sich zunächst einmal den Stechvorgang selbst etwas genauer ansehen. Die Mücke führt beim Stechen nämlich gleich zwei winzig kleine Röhrchen durch die Haut in den Körper ein. Das eine Röhrchen dient natürlich dazu, das benötigte Blut zu saugen. Bevor das jedoch möglich ist, injiziert die Mücke über das andere Röhrchen Speichel. Dieser Speichel enthält wiederum bestimmte Stoffe, die zum einen die menschliche Blutgefäße erweitern bzw. gerinnungshemmend auf das Blut wirken und zum anderen schmerzstillend sind. Der Mücke wird es erst dadurch möglich, unser Blut aufzunehmen, ohne dass dabei ihr Saugröhrchen verstopft. Gleichzeitig verhindert die schmerzstillende Wirkung, dass ihr Stich zu früh entdeckt wird. tatsächlich spürt man einen Mückenstich in der Regel ja erst, wenn er anfängt zu jucken. Da aber ist die Mücke in den allermeisten Fällen längst wieder weg und in Sicherheit.

Warum aber jucken die Stiche von Mücken und Moskitos denn nun?

Der Grund dafür ist nicht das Stechen und die damit verbundene Verletzung der Hautoberfläche selbst, sondern die Injektion des Speichels in das menschliche Gewebe. Der Speichel führt nämlich dazu, dass sogenannte Histamine in die Haut freigesetzt werden. Unsere Immunabwehr reagiert damit auf diesen fremden Stoff und will ihn bekämpfen. Es handelt sich dabei also um einen geradezu klassischen Abwehrmechanismus, der freilich zu spät erfolgt. Die frei gesetzten Histamine verursachen dabei eine allergische Reaktion, die mit einer Schwellung, einer Rötung und vor allem mit Juckreiz einhergeht. Im Prinzip ist es also unser eigener Körper, der das Jucken nach einem Mückenstich auslöst.

Schmerzempfindung bei Mückenstichen und Körperreaktionen

Beim Stich einer Stechmücke kann auch selten eine Schmerzempfindung zustande kommen, wenn der in die Haut eindringende Stechrüssel (Proboscis) einen Schmerznerv trifft oder streift. Allerdings spielen beim Menschen hinsichtlich der dabei dann empfundenen Schmerzintensität diesbezüglich im Gehirn abgespeicherte Vorerfahrungen und emotionale Bewertungen des miterlebten Stichs eine wichtige Rolle. Wer ruhig und gelassen bleibt, hat demnach weniger Schmerzen.

Kurze Zeit nach dem Stich tritt eine gewöhnlich auf die Einstichstelle begrenzte allergische Reaktion ein. Diese ist zumeist verbunden mit einem mehr oder minder starken Juckreiz. Beides wird von den Proteinen ausgelöst, welche die Stechmücke in die Saugstelle einspritzt, um das Gerinnen des Bluts zu verhindern. Oft bildet sich an der Einstichstelle für einige Stunden eine Quaddel. Diese Quaddeln entstehen nach dem Stich durch die Ausschüttung von körpereigenem Histamin.

Sind Mückenstiche gefährlich?

In Deutschland und den meisten nordeuropäischen Ländern können weder der Mückenstich selbst noch der beim Stechen injizierte Speichel dem Menschen gefährlich werden. Wichtig: Es gibt kein Mückengift, also Stechmücken jeder Art sind nicht giftig! Problematisch werden Stiche von einem Mosquito oder anderem Getier zumeist ja erst, wenn dadurch bestimmte Krankheiten wie etwa Malaria, Denque Fieber oder auch Gelbfieber übertragen werden. Das ist aber in der Regel nur in tropischen oder subtropischen Regionen der Fall. Nordeuropa dürfte davon schon allein aus klimatischen Gründen nicht betroffen sein.  In solchen Fällen ist in jedem Fall ein präventiver Mückenschutz, zum Beispiel ein Moskitonetz oder Anti-Mückenspray zu empfehlen, damit es erst garnicht zu einem Stich kommt!

Allerdings besteht natürlich die Möglichkeit, dass etwa über den Flugverkehr infizierte Mücken eingeschleppt werden. Ganz ausgeschlossen werden kann das jedenfalls nicht. Vorsicht ist darüber hinaus selbstverständlich auch geboten, wenn man sich in tropischen Gebieten aufgehalten hat und dort von einer Mücke gestochen wurde. Der zunächst vermeintlich harmlose Stich kann sich nämlich nach einigen Tagen und auch erst nach der Rückkehr in die Heimat als überaus folgenschwer entpuppen.

Und ab wann zum Arzt mit einem Mückenstich?

Bei Mückenstichen gilt deshalb grundsätzlich: Ziehen sie Fieber, allgemeines Unwohlsein und Schwindelgefühle nach sich, sollte man unbedingt einen Arzt zum Beispiel einen Hautarzt bzw. eine Hautärztin, oder den Hausarzt bzw. die Hausärztin aufsuchen. Das ist im Übrigen auch angeraten, wenn die allergische Reaktion der Haut besonders drastisch ausfällt – erst recht, wenn sich durch das Kratzen massiver Veränderungen oder gar Entzündungen einstellen.

Übrigens: Auf die gereizte Stelle aufgetragene Antihistaminika (z.b. Bamipin) haben keine nachgewiesene lindernde Wirkung. Mehrere wissenschaftliche Studien zeigten allerdings, dass eine prophylaktische Gabe oraler Antihistaminika die allergische Reaktion unterdrücken kann. Bei einer großen Stechmückenbelastung kann also für Risikopatienten eine solche präventive Behandlung sinnvoll sein. (Quelle) Die Behandlung der Einstichstelle mit Kortison (z.B. Fenihydrocort) ist im Vergleich zu termischen Stichheilern unnötig mit Risiken und Nebenwirkungen verbunden, hier berät bei extremen Hautreaktionen im Zweifel der Arzt.

Warum soll man Mückenstiche nicht kratzen?

Ja, es ist ein vollkommen natürlicher Impuls von uns Menschen und natürlich auch von jedem anderen Säugetier, uns kratzen zu wollen, wenn es uns an einer bestimmten Stelle des Körpers juckt. da Mückenstiche zwangsläufig durch die allergische Reaktion im Gewebe einen zum Teil sehr ausgeprägten Juckreiz auslösen, ist die Versuchung zwangsläufig groß, sich an der betreffenden Körperpartie zu kratzen.

So verständlich und normal das auch ist, sollte man es dennoch tunlichst lassen.

Es besteht beim Kratzen nämlich stets die Gefahr, dass dabei Bakterien über die verletzte Stelle der Haut in den Organismus eindringen und dort eine bakterielle Infektion auslösen. Zu finden sind diese Bakterien oft auf den Fingerkuppen, meistens aber unter den Fingernägeln. Wie genau sich eine derartige bakterielle Infektion auswirkt, hängt von verschiedenen Faktoren ab und ist bei jedem Menschen etwas anders. Zumeist führt sie zu Entzündungen und zu einer schlechteren Wundheilung. Darüber hinaus kann die Haut durch das Kratzen um einiges mehr verletzt werden als das durch den auslösenden Mückenstich der Fall war. Wenn es wirklich dumm läuft, dann führt das Kratzen, das doch eigentlich Linderung bringen soll, dazu, dass man sich viel länger mit einem Mückenstich rumschlagen muss – und die ganze Angelegenheit dadurch auch noch deutlich unangenehmer wird.

Darum gilt ohne Wenn und Aber: Kratzen ist bei einem Mückenstich definitiv keine Lösung.

Welche Hausmittel helfen gegen Mückenstiche?

Wenn man schon nicht kratzen soll, was kann man dann gegen einen Mückenstich unternehmen? Kann man Mückenstiche behandeln, mit den Mitteln, die man ohnehin zu Hause hat? Was kann man wirklich tun, um die unangenehmen Folgen eines Stichs wenigstens etwas abzumildern? Schnell fallen einem da die altbekannten Hausmittel ein, kleine Tricks und Kniffe, die helfen sollen. Spucke, die auf den Mückenstich aufgetragen wird, soll beispielsweise geradezu Wunder gegen den nervigen Mückenspeichel wirken, enthält sie doch in geringen Dosen auch Antihistamine und schwache schmerzstillende Stoffe. Eine Tomaten- oder Kartoffelscheibe, die man auf die betreffenden Stichstelle legt, sorgt für einen kühlenden Effekt. Und der Saft eines herkömmlichen Blattes Kohl, das man zerquetschst und ausgedrückt hat, hilft dabei den Juckreiz zu lindern. So weit die Theorie. Oder besser: die Fantasie. Oft hört man auch den Tipp, den Stich in Wasser und Bittersalz einzuweichen. Bittersalz enthält im Grunde Magnesium und Sulfat und soll ein gutes Heilmittel für viele Leiden sein, doch wer hat sowas schon zuhause und nachgewiesen ist die Wirkung auch nicht. Ebenso verhält es sich für Apfelessig, Breitwegerich, Spitzwegerich, Zitronensaft, Arnika und andere Salben und Naturprodukte.

In Wirklichkeit bringen Hausmittel wie die oben beschriebenen nämlich herzlich wenig.

Sicher, die menschliche Spucke enthält tatsächlich Stoffe, die zumindest theoretisch helfen könnten, jedoch kommen sie darin in derart geringen Dosen vor, dass sich ihre Wirkung zwangsläufig in Grenzen halten muss. Ähnliches gilt auch für die Sache mit dem Kohl. Leider nur ein Mythos…

Die Wahrheit ist: Hausmittel bringen nichts.

Sie haben allenfalls so etwas wie einen Placebo-Effekt. Was aber kann man dann gegen einen Mückenstich tun? Gele, Cremes und Salben aus der Apotheke oder der Drogerie versprechen ebenfalls Linderung. Sie enthalten antiallergische Wirkstoffe, die schon mal den Juckreiz deutlich abschwächen. Außerdem kühlen und beruhigen sie die durch den Stich gereizte Haut. Die effektivsten Mittel sind Gele, Salben oder Cremes dennoch nicht.

Fazit: Thermische Stichheiler helfen am besten

Ein sogenannter thermischer Stichheiler ist ein elektrisches, zumeist mit Batterien betriebenes Gerät, das die unangenehmen Folgen eines Mückenstichs nicht wie bei Gelen oder Salben mit Chemie bekämpft, sondern durch Wärme. Das Prinzip dahinter ist ganz einfach und beruht auf der erwiesenen positiven Wirkung von konzentrierter Wärme. Ein bestimmter Punkt des Stichheilers wird dabei zunächst auf rund 50 Grad Celsius erhitzt. Diesen Punkt drückt man dann für kurze Zeit, etwa drei bis fünf Sekunden, auf die vom Stich betroffene Stelle. Die konzentrierte Wärme führt dazu, dass die Eiweißmoleküle, die sich im Speichel der Mücke befinden und nun im menschlichen Gewebe ihr Unwesen treiben, zersetzt bzw. schneller zersetzt werden. Die Folge: Der Juckreiz lässt schnell und deutlich spürbar nach. Zudem verhindert die Wärme auch die weitere Ausschüttung von Histamin durch den eigenen Körper. Eine weitere allergische Reaktion kann dadurch verhindert oder zumindest abgeschwächt werden.

Manchem mag es seltsam vorkommen, dass man ausgerechnet im Sommer einen Mückenstich mit Wärme bekämpfen soll. Wurde einem nicht immer wieder gesagt, dass gekühlt werden muss? Tatsächlich erscheint die Verwendung eines thermischen Stichheilers zunächst etwas paradox. Seine Wirkung steht jedoch außer Frage und ist längst auch in wissenschaftlichen Studien erwiesen. Unser Fazit: Thermische Stichheiler helfen am besten.

Auch die Handhabung eines derartigen Gerätes ist überaus einfach und vollkommen unproblematisch. Bei einer richtigen Anwendung sind Verbrennungen oder andere gesundheitliche Beeinträchtigungen praktisch ausgeschlossen. Man muss den Stichheiler in den Sommermonaten nur griffbereit aufbewahren und hat damit ein effektives Werkzeug zur Hand, das bei einem Mückenstich schnell für Abhilfe und eine deutlich spürbare Linderung sorgt. Zudem spart man sich den regelmäßigen Weg in die Apotheke oder in die Drogerie, um dort Salbe nachzukaufen. Und angenehmer als zuvor mühsam ein Kohlblatt auspressen zu müssen ist die Verwendung eines thermischen Stichheilers sicherlich auch. Gründe genug also, um den Mückenstichen mit diesem kleinen Helfer den Kampf anzusagen und mehr Freude am Sommer zu haben.

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