Wie weh, tut ein Stichheiler wirklich?


Stichheiler SchmerzenWer schon einmal von einer Biene gestochen wurde oder ständig mit Mückenstichen konfrontiert wird, kennt das Gefühl. Angenehm ist es auf keinen Fall. Vor allem Kinder leiden ziemlich unter diesen Wehwehchen, weil sie noch nicht damit umgehen können. Nun tat sich bereits seit einigen Jahren ein Stichheiler Markt auf, von den zahlreichen Anwender begeistert sind. Eine Frage stellen sich aber viele: Wie weh, tut ein Stichheiler wirklich?

So funktioniert ein Stichheiler

Es handelt sich dabei um ein kleines Gerät, das direkt auf die betroffenen Stelle gehalten wird. Der Kontaktpunkt erhitzt sich und zerstört somit die Stoffe bzw. das Gift, welches das Jucken oder den Schmerz auslöst. Der Stichheiler selbst weist einen Durchmesser von etwa 5 mm auf, und da sich dieser, auf etwa 50°C erhitzt, löst er für kurze Zeit einen Schmerz aus. Bei einem Wespenstich beispielsweise wird dieser kaum stören, weil der ursprüngliche Schmerz um einiges schmerzlicher ist. Kommt es zu einem Stich, schüttet der Körper Histamin aus, worauf ein massiver Juckreiz, wie auch Schwellungen folgen. Vorsichtig: Manche Personen reagieren allergisch auf Wespen- und Bienenstiche. Eltern, deren Kinder noch nie von einem Insekt gestochen wurden, sollten nicht nur den Stichheiler zücken, sondern das Kind auch beobachten, ob es anfällig ist. Ein Stichheiler sorgt ausschließlich dafür, dass der Juckreiz und die Schwellung zurückgehen. Bei einer Allergie ist in den meisten Fällen ein Epi-Pen oder Spray von Nöten, der nicht mit einem Stichheiler vergleichbar ist. Bitte diese beiden Dinge nicht verwechseln. Zwar zerstört die Hitze eine sogenannte Proteinverbindung, die ebenso Histamin ausschüttet, bei schweren Allergien ist diese Methode allerdings zu schwach.

Wann ist die Anwendung sinnvoll

Sobald ein Stich erfolgt, sollte der Stichheiler sofort zum Einsatz kommen. Je rasanter, desto besser, da sich sonst das Gift im gesamten Körper verteilt und Histamin ausschüttet. Wer sich im Sommer viel am See oder im Garten aufhält, trägt das Gerät am besten immer bei sich. Es ist zudem vernünftig, andere Personen darüber zu informieren, dass sich der Stichheiler beispielsweise in der Badetasche befindet. Kommt es nachts zu einem Insektenstich und dieser bleibt unbemerkt, kann akut nicht viel unternommen werden. Eine optimale Mückenabwehr, zum Beispiel Beinkleidung, Mückenspray oder Vorhänge können das gröbste im Vorfeld verhindern.

Die richtige Anwendung

Von Vorteil ist es natürlich, sich vorab mit dem Stichheiler zu beschäftigen, nicht erst im Notfall, wenn alle guten Vorsätze schwinden. Im Stichheiler selbst ist ein Mikrochip verbaut, welcher für den Erhitzungsprozess zuständig ist. Sobald das Gerät eingeschaltet ist, dauert es wenige Sekunden, bis die optimale Temperatur erreicht ist, danach leuchtet es grün und ist bereit für die Behandlung. Nach etwa sechs Sekunden fängt es an zu piepsen und schaltet sich ab.

Hand aufs Herz: Tut’s weh?

Jener Schmerz, der dabei entsteht, ist vergleichbar mit Wachs. Wer im Vorfeld mit einem Kerzenwachs auf der Haut konfrontiert wurde, kann es ungefähr erahnen. Im Endeffekt kommt es auch darauf an, wo der Stichheiler angewendet wird. Besonders unangenehm ist es auf der Brust, am Bauch sowie am Rücken. Dennoch ein erträgliches Wehwehchen, das dem Jucken ein Ende bereitet. Kinder müssen sich mitunter daran gewöhnen, aber wenn diese einmal bemerken, dass es ihnen danach besser geht, werden sie den Stichheiler dankend annehmen. Sechs Sekunden Hitze ist immer noch vorteilhafter als eine schlaflose juckende Nacht.

Fazit: Ja, es tut kurz weh, aber dann juckt nix mehr!